Wie konnte Adam alle Tiere an einem Tag benennen?
1.Mose 2,19 Und Gott der HERR bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe.
20 Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.
Beim Lesen dieser Verse kann die Frage aufkommen, wie Adam es schaffte allen Tierarten an nur einem Tag einen Namen zu geben. Schließlich wurden etwa 1.250.000 Tierarten wissenschaftlich beschrieben. Diese Zahl reduziert sich bei einem genauen Blick in den biblischen Bericht und das biblische Schöpfungsmodell allerdings erheblich:
Nach 1.Mose 2 brachte Gott die Tiere zu Adam, er musste sie also nicht zeitaufwändig suchen. Ferner sollte Adam nicht alle Tierarten benennen, sondern lediglich alle Tierarten des Feldes (Säugetiere und Reptilien, evtl. Amphibien) und alle Vogelarten. Weder Meerestiere werden hier genannt, noch Insekten, Käfer oder Spinnentiere. Der Großteil der beschriebenen Tierarten sind aber wirbellose Tiere. Aktuell sind bekannt:
- 12.650 Reptilienarten
- 6.904 Säugetierarten, wovon nochmal 94 Wal- und Delfinarten abgezogen werden müssen.
- 9.088 Amphibienarten
- 11.131 Vogelarten (alle Quellen am 05.09.2026 abgerufen)
- Insgesamt, abzüglich 94 Wal- und Delfinarten: 39.679 Landwirbeltierarten
Das schöpfungswissenschaftliche Grundtypenmodell deutet die geschaffenen Arten aus 1.Mose als Grundtypen. Diese stattete Gott mit einem genetisch „vorprogrammierten“ Anpassungs- und Variationspotenzial aus, wodurch sie sich mit den Generationen in weitere Unterarten aufspalteten (konkrete Mechanismen werden z.B. hier beschrieben). Nach dem Grundtypenmodell lassen sich also alle heutigen Spezies zu verschiedenen Gruppen zusammenfassen, die jeweils auf einen gemeinsamen Grundtyp zurück gehen. Dadurch reduziert sich die Zahl von knapp 40.000 zu benennenden „Arten“ nochmal erheblich.
Nach bisherigen Grundtyp-Studien entspricht ein Grundtyp in etwa der Familie. Das sind:
- 94 Reptilienfamilien
- 169 Säugetierfamilien, wovon nochmal 14 Wal- und Delfinfamilien abgezogen werden müssen.
- 77 Amphibienfamilien
- 252 Vogelfamilien (je die selben Quellen wie oben, sofern nicht anders verlinkt)
- Insgesamt, abzüglich 14 Wal- und Delfinfamilien: 578 Landwirbeltierfamilien, bzw. -grundtypen
Wie lange hätte Adam nun gebraucht 578 Grundtypen zu benennen? Rechnen wir mit 10 Sekunden pro Namensgebung und 10 Minuten Pause nach jeder Stunde, hätte Adam 1 Stunde, 46 Minuten und 20 Sekunden benötigt (Rechenweg: 578 x 10 Sek. = 5.780 Sek. = 96⅓ Min. = 96 Min., 20 Sek. = 1 Std., 36 Min., 20 Sek. ┃ 1 Std., 36 Min., 20 Sek. + 10 Min. Pause = 1 Std., 46 Min., 20 Sek.).
Fazit
Die Anzahl tatsächlich geschaffener Grundtypen kann natürlich abweichen und auch ausgestorbene, fossile Arten wurden hier nicht berücksichtigt. Doch es sollte auch so deutlich geworden sein, dass ein Tag mehr als genug Zeit war, um allen Grundtypen der Landwirbeltiere einen Namen zu geben. Selbst wenn wir inklusive fossilen Grundtypen das dreifache rechnen, wäre Adam nach nur 5 Stunden und 29 Minuten fertig gewesen. Zumal die hier mitgerechneten Amphibien nicht von allen Schöpfungsvertretern zu den „Tieren des Feldes“ gezählt werden.
