28 April 2016 ~ 0 Comments

So groß ist Gott

Die Bibel zeigt uns, dass der lebendige Gott weder materiell noch zeitlich ist, sondern dass Gott Geist ist, und dass Er zudem überzeitlich ist. Und dieser Gott hat das materielle Universum geschaffen und ebenso die physikalische «Zeit».
Diese Eigenart unseres Raum-Zeit-Gefüges ist also etwas Geschaffenes, genauso wie Materie und Energie.
Gott selbst ist viel größer als dieser geschaffene Kosmos, Er ist ewig.
Was die Bibel mit «ewig» beschreibt, ist ein zeitloser Zustand. Und in einem zeitlosen Zustand, also in immerwährender Gleichzeitigkeit, gibt es kein «zuvor».
Damit erübrigt sich auch die Frage: «Wer hat Gott erschaffen?», oder: «Woher hatte Gott die Information?» Denn den ewigen, zeitlosen, überräumlichen, allwissenden und unendlich intelligenten Gott gab es schon immer.
Das bedeutet auch, dass Ihm ausnahmslos alles bekannt ist. Es gibt nicht die geringste Kleinigkeit, die er nicht wüsste. So kennt Er zum Beispiel jedes einzelne Molekül in unserem Körper, in der Sonne, im Andromedanebel; ja, von jedem einzelnen Molekül im ganzen Universum kennt er den präzisen Zustand. Genau das bedeutet «allwissend» bzw. «unendlich intelligent». Mit solch einem Gott haben wir es zu tun, wie der Wissenschaftler und Evangelist Dr. Werner Gitt einst erklärte, und in IHN ist unser materielles Universum eingebettet. Aber diese Dinge sind wissenschaftlich nicht zu analysieren, da sie nicht materiell sind. Sie sind nur im Glauben zu erfassen!

Der Psalmist ruft erstaunt:
«Der da zählt die Zahl der Sterne, sie alle nennt mit Namen. Groß ist unser Herr, und groß an Macht; seiner Einsicht ist kein Maß» (Ps 147,4-5).
Und «hebt zur Höhe eure Augen empor und seht: Wer hat diese da geschaffen? Er, der ihr Heer herausführt nach der Zahl, ruft sie alle mit Namen: Wegen der Größe seiner Macht und der Stärke seiner Kraft bleibt keines aus» (Jes 40,26).

Aus welchem Grund sollte sich dieses unvorstellbar mächtige Gotteswesen, das über die unendlichen Tiefen des Weltalls erhaben ist, ausgerechnet für uns interessieren?
Mit diesem Problem beschäftigt sich Psalm 8: «Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn Acht hast?» (V 3-4).

Die Bibel zeigt uns klar, dass Gott uns Menschen nicht zufällig im Universum gefunden hat, sondern dass er den gesamten Kosmos mit seinen geschätzten 10 hoch 80 Atomen wegen uns Menschen geschaffen hat. Wir sind zudem im Bild Gottes geschaffen. Das heißt, wir haben viele göttliche Merkmale. Beispielsweise Sprache, Kreativität und mathematisches Denken. Wir schaffen völlig neue Dinge. All dies kann kein Tier! Nur ist der Mensch, und davon berichtet die Bibel, auch sehr tief gefallen. Das heißt, er hat sich einst willentlich von Gott entfernt. Daraufhin verfluchte Gott den gesamten Kosmos, den er einst mit «sehr gut» ausgezeichnet hatte. Und wegen dieses Fluches sehen wir all das Schreckliche in der Welt. Deswegen sind wir Menschen tierähnlicher geworden und tragen heute das einst Göttliche nur noch schemenhaft.
Das Hoffnungsvolle an diesem Dilemma ist aber, dass der Fluch einmal aufgehoben wird und es dann wieder so ist, wie ursprünglich gedacht.

Dieser gewaltige, allgegenwärtige, allwissende und allmächtige Gott arbeitet nun individuell an den Herzen der Menschen, die Ihn annehmen, die Ihm glauben und vertrauen. «Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi» (2.Kor 4,6).
So ist heute die Gegenwart Gottes durch den Glauben fassbar und verändert unser Leben.

Der hochintelligente König Salomo fragte sich in Anbetracht der Größe und Erhabenheit Gottes: «Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen?» (1.Kön 8,27).
Und später sagte er: «Das Haus, das ich bauen will, soll groß sein; denn unser Gott ist größer als alle „Götter“. Aber wer könnte ihm ein Haus bauen? Denn die Himmel und der Himmel Himmel können ihn nicht fassen» (2.Chr 2,5-6).
Salomo traf den Nagel auf den Kopf. Schon vor 3.000 Jahren, als andere Völker die Sonne, Tiere, Bäume und Steine als Götter anbeteten, wusste es Israel besser: Alles, was wir sehen, ist zwar Schöpfung Gottes, aber nicht Gott selbst.
Gott ist noch viel größer als das Universum, das heute auf einen Radius von über 70 Milliarden Lichtjahre geschätzt wird.
Unsere Sonne hat einen Durchmesser von 1.392.000 km, das entspricht 109-mal dem der Erde (12.756 km), und unser Mond bringt es auf knappe 3.476 km.
Die Entfernung von der Erde bis zu unserem Mond beträgt 384.400 km und bis zur Sonne 149.600.000 km. Das Licht benötigt von der Sonne bis zu uns 8 Minuten und 19 Sekunden (die Geschwindigkeit des Lichts beträgt 299.792,458 km pro Sekunde).
Wenn ein Lichtstrahl die Sonne umkreisen würde, bräuchte er dazu 14,6 Sekunden.

Diese kleine Zahlenakrobatik soll uns als Denkstütze beim großen Sprung zum Superplaneten VY Canis Majoris helfen. Bei ihm bräuchte ein ihn umrundender Lichtstrahl ganze 8,5 Stunden. Um das etwas besser zu verstehen, steigen wir besser in ein Flugzeug und umrunden mit 900 Stundenkilometern unsere Sonne. Diese Reise würde nonstop ein halbes Jahr dauern und bei VY Canis Majoris 1.165 Jahre. Bei der Sonne braucht der umrundende Lichtstrahl, wie schon erwähnt, 14,6 Sekunden, hier 8,5 Stunden. Wenn wir die Erde als Euromünze darstellen, dann wäre VY Canis Majoris eine Riesenkugel mit 10 Kilometern Durchmesser. Und wenn VY Canis Majoris wie ein Basketball aussehen würde, dann wäre unsere Sonne noch kleiner als ein Staubkorn. Es gibt also Sonnen, die millionenfach größer sind und millionenfach stärker leuchten als unsere Sonne.

Die Astronomen kennen heute einige solche Superplaneten. Sie heißen Eta Carinae, Beteigeuze, HR 5171 A, Antares A, V 354 Cephei, Cassiopeiae, R 136a1 und Mira.
Wenn man schon beim längeren Hochschauen in unsere Sonne erblindet, wie wäre dann ein Blick in die millionenfach stärkere VY Canis Majoris? Und das alles gehört zur Schöpfung Gottes! Deshalb heißt es: «Der allein Unsterblichkeit hat, der ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat noch sehen kann, welchem Ehre sei und ewige Macht!» (1.Tim 6,16). Und in Bezug auf Jesus Christus steht geschrieben:
«Den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Welten gemacht hat; welcher der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt» (Hebr 1,2-3).
Der Herr Jesus ist die Ausstrahlung von Gottes Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens
. Deshalb fragte Jesus seinen zweifelnden Jünger: «So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, und wie sagst du: Zeige uns den Vater?» (Joh 14,9). Und an anderer Stelle lesen wir: «Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat» (Joh 12,45).
Alles, was Jesus Christus gesagt hat, wie Er gehandelt hat und was Er schließlich für uns getan hat, spiegelt genau Gottes Herz, Gottes Wesen und Gottes Absichten mit uns wider! Ist das nicht wunderbar?
Anstatt über das Gott-Geistwesen zu grübeln und uns ob diesem riesigen überzeitlichen Unbegreiflichen eine Gänsehaut über den Rücken laufen zu lassen, dürfen wir auf Jesus schauen. Dann wissen wir auch genau, was Liebe, Barmherzigkeit und Opferbereitschaft bedeutet.
Der Herr Jesus spricht im Namen des Vaters: «Euer Herz werde nicht bestürzt. Glaubt an Gott und glaubt an mich. In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.» (Joh 14,1-3).

Jesus Christus in Menschengestalt ist gleichsam der «Transformator» Gottes. Was bedeutet das?
Ein Beispiel: Im riesigen brasilianischen Wasserkraftwerk Itaipu, in der Nähe der Iguassu-Wasserfälle, wird Strom erzeugt. Die 20 Turbinen (max. funktionieren 18) erzeugen je 700 Megawatt. Die Spannung beträgt anfangs 6.600 Volt. Von dort wird der Strom mit 345.000 Volt transformiert weitergeleitet und an wichtige Industrieanlagen mit 138.000 Volt ausgeliefert. Ein Teil erreicht Orte und Städte mit schwächeren 13.800 Volt, was für 5.000 bis 10.000 Haushalte auf je 110 – oder je nach Staat – 220 Volt herunter transformiert wird. Was würde geschehen, wenn die 138.000 Volt direkt in einen Haushalt geleitet würden? So ziemlich alles würde durchbrennen und im schlimmsten Fall abbrennen. So ähnlich wäre es, wenn wir Gott sehen würden. Unsere Sinne könnten das nicht ertragen und wir müssten auf der Stelle sterben. Deshalb die durch Jesus Christus «gefilterte» Gegenwart Gottes.

http://www.mnr.ch

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